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Lucena die 1.

Autor: Till | Datum: 30 November 2011, 03:45 | Kommentare deaktiviert

Also um die Zeit zwischen der Flut bzw. der Abreise aus Manila und dem heutigen Zeitpunkt nicht komplett auszulassen gibt es hier mal kurz den Bericht ueber diesen Zeitraum. Der ist allerdings aus dem Rundbrief kopiert, also wer diesen gelesen hat kann das hier getrost überspringen ;)

 

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Man könnte meine Zeit hier in Lucena auch als mein Leben als Maskottchen bezeichnen. Das fing schon bei unserem ersten kurzen Besuch hier an. Eigentlich sollten wir nur ein paar Mitarbeiter auf einer Versammlung kennen lernen, doch kaum waren wir angekommen, packten uns ein, zwei Leute und schoben uns in eine Halle. Unbedarft wie wir sind ließen wir das natürlich zu, was dann dazu führte, dass wir auf einmal in 700 Gesichter blickten die uns interessiert anguckten. Da wir selbst kein Mikrophon hatten, wurden wir kurz von der Bühne her vorgestellt und während dieser Zeit, guckten wir nett und winkten ab und zu mal.

Doch bevor ich jetzt weiter auf das Thema Maskottchen eingehe muss ich erst mal ein paar allgemeine Dinge zu meiner neuen Heimat hier in Lucena sagen.

Zu den Menschen mit denen ich es hier zu tun habe kann man nur eines sagen, und zwar dass sie unglaublich freundlich sind. Egal wo ich hin komme, immer werde ich mit einem aufrichtigen Lächeln begrüßt und es wird einem wirklich leicht gemacht sich hier heimisch zu fühlen. Besonders lustig ist es, dass sich die Leute hier einen Spaß daraus machen immer mehr Menschen zu finden die sich um mich kümmern. So wurde mir gleich am ersten Tag von drei der Presbyterrinnen erklärt, dass ich mich jetzt als ihr Sohn betrachten könnte und dass sie für mich sorgen würden. Das macht sich insbesondere dadurch bemerkbar, dass sie mir Essen zu stecken und rund um die Uhr um meine Sicherheit besorgt sind. Aber nicht nur die Mitarbeiter sind nett, sondern auch die Jugendlichen der Gemeinde sind freundlich und das schöne ist, dass keiner von ihnen versucht mich zum essen zu bewegen, was hier wirklich schon besonders ist.

Also was meine Gesellschaft hier angeht bin ich wirklich glücklich und auch mit meiner Unterbringung bin ich zufrieden. Ich wohne momentan in einem Raum mit angeschlossenem Bad auf dem Dach der Schule der Gemeinde. Neben an wohnen der Pfarrer und der Organist und so führen wir hier so etwas wie eine drei man WG.  Es gibt eine riesige Dachterrasse von der man die ganze Stadt überblicken kann und einen guten Ausblick auf die Berge in der Nähe hat, also kann man wirklich nicht meckern.  

 

Um etwas zu meiner Tätigkeit hier zu sagen muss ich wieder auf den Vergleich mit dem Maskottchen zurück kommen. So zu mindestens fühlte sich der erste Monat hier in Lucena an. Jeden Tag galt es eine andere Einrichtung oder Person zu besuchen und natürlich musste ich mich jedes mal auf Tagalog vorstellen, kann ich dadurch jetzt natürlich perfekt. Im Anschluss an die Vorstellungsrunde wurden dann noch ein paar Fotos von mir mit den Personen gemacht, die wir gerade besuchten und dann ging es weiter zum nächsten Termin. Mal abgesehen davon, dass es sich komisch anfühlt alle fünf Minuten fotografiert zu  werden war die Zeit jedoch durchaus sehr nützlich, da ich so fast alle wichtigen Menschen kennen lernte und mich schnell in der Stadt zu recht fand.

Besonders interessant war dabei ein Besuch in einem Dorf eines indigenen Volkes, das in der Nähe von Lucena lebt. So erfuhr ich eine Menge über die Situation dieser Menschen und in wie weit sie sich in den letzten Jahren verändert hat.

Auch wenn es natürlich sehr spannend ist eine Menge über verschiedenen Bereiche hier auf den Philippinen zu erfahren, konnte ich logischerweise nicht meine ganze Zeit damit verbringen Dinge anzugucken und deswegen machte ich mich dann vor 3 Wochen auf ins Daycare Center, in einem der umliegenden Dörfer, um dort als Lehrer mit zu arbeiten. Ich sitze grade am Bericht, der folgt also demnächst. Schönen Gruß an die Welt!